Das Besondere

40-Minuten-Modell

Unsere Stunden dauern nur 40 Minuten. Welchen Sinn hat diese Verkürzung? Wir gewinnen Zeit, die wir jedem Lernenden zurück geben. Bei uns können die Lernenden aussuchen, welches Fach sie dafür zusätzlich belegen möchten. Ähnlich wie an den Grundschulen, nennen wir dieses Angebot Neigungsunterricht. Jede/r sucht sich ein Neigungsfach aus. Wer möchte und es braucht, kann am Förderunterricht teilnehmen. Außerdem gewinnen wir durch dieses Modell zusätzliche Lehrerstunden, durch die wir die Möglichkeit haben, mehr Teilungsunterricht durchzuführen.

Klassenzeit

Durch das 40-Minuten-Modell bieten wir den Klassenlehrern die Möglichkeit, ihre Klasse jeden Morgen für 15 Minuten zu sehen, die Anwesenheit zu überprüfen, Entschuldigungszettel einzusammeln und Probleme zu besprechen. Diese Zeit erscheint uns äußerst wichtig, da der intensive Kontakt der Klassenlehrer zu ihren Schützlingen sehr wertvoll für ihre persönliche und schulische Entwicklung ist. Daher ist es auch jedem Klassenlehrer ein Bedürfnis, mindestens 1x im Jahr mit allen Eltern und Lernenden zu sprechen und Maßnahmen zu entwickeln, um das Optimale für den jeweiligen Lernenden zu erreichen.

Neigungsunterrricht

In jedem Schuljahr unterbreiten wir unterschiedliche Angebote. Die Palette ändert sich. Unsere Lernenden können entweder ihre Stärken ausbauen oder ihre Schwächen beheben. Es gibt Nachhilfeunterricht in den meisten Hauptfächern, verschiedene Sportangebote oder handwerkliche bzw. naturwissenschaftliche Möglichkeiten, um sich zu entfalten. Ständig wird sich um unsere Bienen gekümmert und das Angebot zum Kochen darf in keinem Jahr fehlen.

Soziales Lernen

Das soziale Engagement kennzeichnet unsere Schule. Uns ist der enge Kontakt zu den Lernenden durch die Klassenlehrerteams sehr wichtig. Das ist aber nur ein Pfeiler in unserem Angebot. Seit dem Schuljahr 2011/12 werden Paten für die neuen 7. Klassen ausgebildet. In Zusammenarbeit von Schule und Sozialarbeit bewerben sich viele Lernende der 9. Klassen um einen „Ausbildungsplatz als Pate“. Die Paten unterstützen die Klassenlehrerteams der 7. Klassen in der Klassenzeit, organisieren Projekte, begleiten die Klasse auf Exkursionen, helfen bei Problemen untereinander oder sind in den Pausen Ansprechpartner. Hierbei hat jede Klasse ihre eigenen Paten. Ziel ist es positive Verhaltensweisen in der Klasse zu etablieren und das soziale Klima positiv zu stärken.

Praktisches Lernen in den Hauptschulklassen

Unsere Klassen sind abschlussbezogene Klassen, d.h. wir bilden ab der 7. Klasse zwei Realschulklassen und eine Hauptschulklasse. Dabei wollen wir keinen Lernenden abstempeln, wie oftmals behauptet wird, sondern individuell, gemäß den Fähigkeiten fördern. In den Realschulklassen bieten wir die Wahlpflichtfächer Französisch, WAT, Sport und Naturwissenschaften an. In diesen Klassen können die Lernenden alle Abschlüsse erhalten. Nach der 10. Klasse besteht die Möglichkeit (bei entsprechender Leistung) an ein Oberstufenzentrum zu wechseln, um dort das Abitur abzulegen.

In der Hauptschulklasse können die Lernenden den Haupt- und Realschulabschluss erwerben. Der Unterricht wird, wenn die personellen Voraussetzungen es zulassen, in kleinen Gruppen durchgeführt. Der Unterrichtsstoff wird vereinfacht vermittelt. Das Wahlpflichtfach heißt hier „Wirtschaft- Arbeit- Technik“. Die Lernenden werden praktisch gefordert.

In der 8. Klassen geht die Klasse 8b einmal pro Woche in das Caritas-Seniorenzentrum St. Elisabeth in Velten. Dort unterstützen die Lernenden die Arbeit mit den Senioren. Sie begleiten sie auf Spaziergängen, lesen vor und helfen, wo sie gebraucht werden. Bei Ausflügen fahren Lernende als Begleitung mit, wie z.B. in den Tierpark nach Germendorf.

In der 9. und 10. Klasse besuchen sie 1x pro Woche einen selbstgewählten Betrieb und absolvieren dort ein Praktikum. Dies bietet ihnen bei der späteren Berufsfindung große Vorteile. Erfahrungsgemäß sind die Lernenden der Hauptschulklassen unsere Praktiker.

Der Trainingsraum

Seit einigen Jahren gibt es an unserer Schule den Trainingsraum. Lernende, die nicht adäquat am Unterricht teilnehmen wollen, werden von der Lehrkraft in den Trainingsraum geschickt. Die Lernenden reflektieren als erstes ihr Verhalten und werten ihre Reflexion mit der anwesenden Lehrkraft aus. Mit dieser Methode versuchen wir Störungen im Unterricht zu vermeiden. Die Lernenden erhalten weiterhin die Aufgabe, ihre verschriftlichte Reflexion mit den Eltern auszuwerten. Erst wenn die Unterschrift der Eltern vorliegt, dürfen die Lernenden wieder am jeweiligen Unterrichtsfach  teilnehmen.

Wissen erwerben, Zusammenhänge verstehen, Zukunft gestalten.

Lernen wird besonders dann erfolgreich, wenn Schülerinnen und Schüler verstehen, wofür sie lernen, ihr Wissen anwenden können und erleben, dass sie selbst etwas bewirken.

Mit dem Landesprogramm „Duales Lernen in der Sekundarstufe I“ wollen wir neue Wege in der Gestaltung von Schule und Unterricht gehen. Unser Ziel ist es, fachliches Lernen, praktische Erfahrungen und die Lebenswelt der Jugendlichen enger miteinander zu verbinden.

Dabei verstehen wir Duales Lernen nicht allein als Vorbereitung auf die Berufswelt. Vielmehr möchten wir eine Lernumgebung schaffen, in der junge Menschen ihre Fähigkeiten entdecken, Wissen aus verschiedenen Fachbereichen miteinander verknüpfen und zunehmend Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess übernehmen.

Wissen verstehen und praktisch anwenden

Im Dualen Lernen ergänzen sich Fachunterricht, fächerverbindende Projekte, praktische Aufgaben und das Lernen an außerschulischen Lernorten. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit lebensnahen Fragestellungen auseinander, entwickeln eigene Lösungswege und erfahren, wie schulisches Wissen in unterschiedlichen Zusammenhängen angewendet werden kann. Dabei bleiben die fachlichen Anforderungen bestehen. Es verändern sich jedoch die Wege, auf denen Wissen erworben, vertieft und angewendet wird.

Selbstständig lernen – gemeinsam wachsen

Ein wichtiger Bestandteil des Dualen Lernens ist die Förderung des selbstgesteuerten Lernens.

Die Schülerinnen und Schüler lernen, ihre Arbeit zu planen, geeignete Lernstrategien anzuwenden, ihre Ergebnisse zu überprüfen und ihren eigenen Lernfortschritt einzuschätzen. Unsere Lehrkräfte begleiten und unterstützen sie dabei. Durch individuelle Rückmeldungen und unterschiedliche Lernangebote werden persönliche Stärken gefördert und Lernschwierigkeiten gezielt aufgegriffen. Nicht allein das fertige Ergebnis zählt, sondern auch der Weg dorthin: die Anstrengung, die Entwicklung eigener Ideen, die Zusammenarbeit und der zunehmend selbstständige Umgang mit Herausforderungen.

Schule und Lebenswelt verbinden

Duales Lernen öffnet Schule für die Lebenswelt der Jugendlichen und ihr gesellschaftliches und wirtschaftliches Umfeld.

Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, Betrieben und weiteren Einrichtungen eröffnet Möglichkeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln, berufliche Perspektiven kennenzulernen und schulisches Wissen außerhalb des Klassenzimmers anzuwenden.

So werden fachliche Bildung, persönliche Entwicklung und berufliche Orientierung sinnvoll miteinander verbunden.

Schule gemeinsam weiterentwickeln

Mit der Teilnahme am Landesprogramm verstehen wir Schulentwicklung als einen gemeinsamen, langfristigen Prozess.

Wir erproben neue Lern- und Unterrichtsformen, überprüfen ihre Wirksamkeit und entwickeln sie kontinuierlich weiter. Dabei beziehen wir die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und unserer Kooperationspartner ein.

Unser Ziel ist eine Schule, in der junge Menschen erfolgreich lernen, ihre eigenen Fähigkeiten entdecken, Verantwortung übernehmen und gut vorbereitet ihren weiteren Bildungs- und Lebensweg gestalten können.

 

Wahlpflichtfach Sport

Besonders sportinteressierte Lernende können sich für dieses Fach entscheiden. Neben der praktischen Ausbildung gibt es hier auch theoretischen Unterricht. Es werden sportübergreifende Fähigkeiten trainiert, als auch Fertigkeiten in den Sportarten Hockey, Badminton, Ultimate Frisbee, Basketball und Judo ausgebildet. Sportarten, die auch im eigentlichen Sportunterricht vermittelt werden, werden im Wahlpflichtfach theoretisch untermauert. Lernende der 10. Jahrgangsstufe organisieren Projekte und geben Unterrichtsstunden. In Kooperation mit der Linden-Grundschule Velten unterstützen sie Sportfeste.

Wahlpflichtfach Naturwissenschaft und unser Naturlehrpfad

Wer die Fächer Physik, Chemie, Biologie und Erdkunde mag, der ist in diesem Wahlpflichtfach gut aufgeboten. In jedem Jahrgang gibt es ein naturwissenschaftliches Schwerpunktfach. In der Jahrgangsstufe 7 werden vorrangig Themen aus den Bereichen Biologie und Chemie unterrichtet. Physik folgt in der Klassenstufe 8. Mit erdkundlichen Themen wird sich in der 9.Klasse beschäftigt. In der 10. Klasse gibt es das Fach Astronomie im Rahmen des Unterrichts. Im Rahmen eines EU-Projektes 2009 entstand unser Naturlehrpfad. Lernende des Wahlpflichtfaches kümmern sich um diesen Pfad, der ständig überprüft und in Stand gehalten werden muss. In Kooperation mit der Linden-Grundschule Velten werden die Kinder der 4. Klassen mit dem Pfad und der Natur vertraut gemacht. Unsere Lernenden übernehmen diese Exkursion.

Wahlpflichtfach Französisch und Schulpartnerschaften

Das Wahlpflichtfach Französisch wird jedes Jahr angenommen, so dass unsere Schulpartnerstadt in Frankreich besucht werden kann. Im Wechsel kommen Lernende aus Grand Couronne zu uns oder wir fahren zu ihnen. Jeder Lernende hat hierbei die Möglichkeit, einen Franzosen aus der Partnerstadt aufzunehmen. Russisch wird seltener angewählt, so dass wir dieses Fach nicht in jedem Jahr anbieten können. 

Wahlpflichtfach WAT

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich der Wahlpflichtunterricht WAT. War er ursprünglich nur in den Hauptschulklassen angeboten, erhöhte sich in den letzten Jahren die Nachfrage in den Realschulklassen. Daher bieten wir dieses Fach in allen Klassen an. Im Wahlpflichtfach WAT erwerben die Lernenden Fähigkeiten im Umgang mit dem Computer, arbeiten in der Holzwerkstatt und in der Küche.

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